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Vor irgendeinem Wasserfall

Blog 26 – Südafrika T1: Turbulentes Wetter, verschiedene Unterkünfte und Kruger NP!

Tschüss Mosambik; Hello Südafrika!

Für die Kurzleser:

 

30.9. Bye, bye Mosambik – auf nach Südafrika oder Kulturschock auf dem Campingplatz; 1.10. Alleine beim Primkopdam; 2. – 4.10. Das Wetter zwingt uns in ein Guesthouse umzusiedeln; 4.10. Thaba Tsweni Lodge – ein rustikales Zimmer in Graskop; 5. – 7.10. Schöne Wanderung, weniger schöne Unterkunft; 7. – 9.10. Relaxen an einem fantastischen Ort; 9. – 19.10. Kruger Nationalpark; 19. – 22.10. In der Kruger Riverside Lodge dreht sich für uns alles ums Carnet de Passage

Für diejenigen mit etwas mehr Zeit:

 

Vor 29 Tagen sind wir in Mosambik eingereist. Leider werden aktuell nur 30 tätigte Border-Visa erteilt, welche nicht verlängert werden können. So sind wir gezwungen, das Land zu verlassen. In Südafrika beginnt morgen ein verlängertes Wochenende, gefolgt von Schulferien, weshalb wir gar einen Tag früher ausreisen. Da die Campingplätze um den Kruger Nationalpark komplett ausgebucht sind, nehmen wir das Angebot von Nicci & Keith, mit ihnen den gebuchten Platz in Marloth Park zu teilen, dankend an. 

 

Am 30. September fahren wir rund 100 Kilometer bis zur Grenze. Wir fahren vorbei an einer Kilometer langen Schlange von Lastwagen – die armen Schweine😲! Die Ausreise funktioniert superschnell: Pass unter der Scheibe durch, Kontrolle, Pass ausgestempelt. Danach kommt noch das Carnet de Passage dran. Der gute Herr vom Zoll hat keine Ahnung und weigert sich unser Dokument auszustempeln. Nach über fünf Minuten Erklärungen tut er es dann doch. Alles in allem trotzdem sehr schnell.

 

An der Grenze zu Südafrika werden wir für den Covid-Test empfangen. Neuerdings sind auch Touristen für den Schnelltest zugelassen. Umgerechnet CHF 40 für zwei Test zahlen, Wattestäbchen in die Nase und zwei Minuten später erhalten wir das Dokument; glücklicherweise einmal mehr Corona-frei! 

 

Danach geht’s zur Immigration. Wir müssen nicht einmal ein Einreiseformular ausfüllen und erhalten unsere Pässe sofort gestempelt mit dem 90 Tage-Visum zurück. Weiter geht’s zu Zoll, wo unser Carnet noch gestempelt werden muss. Der erste Beamte hat keine Ahnung, also müssen wir noch einmal bei seiner Arbeitskollegin anstehen. Sie ist nett, freut sich ein Carnet in den Händen zu halten, aber schnell wird klar, dass auch sie keine Ahnung hat. Wir erklären ihr gefühlte 2731 Mal, wie sie es zu stempeln hat und welcher Abschnitt für sie bestimmt ist. Schwups, verschwindet sie mit dem Dokument und kommt irgendwann wieder zurück. Natürlich hat sie es aus- anstatt eingestempelt🙈. Damit die Seite ungültig ist, muss sie die Seite wieder einstempeln und dann das Ganze auf der nächsten Seite noch einmal richtig machen. Für drei Grenzübertritte wo wir bisher das Carnet benötigt haben, wurden 5 Seiten verbraucht. Egal, wir haben ja glücklicherweise mehr als genug.

 

Wir fragen, ob wir noch weitere Dokumente benötigen, eine Versicherung lösen müssen oder eine Strassenabgabe bezahlen sollen? Nix, gestempeltes Carnet de Passage ist alles, was es braucht. Also fahren wir über die Grenze und sagen: Hello Südafrika😎!

01-Grenze

Unser erstes Ziel ist Komatipoort; eine Ortschaft mit zahlreichen Shoppingmöglichkeiten Nähe der Grenze. Im Spar eingetreten, glauben wir im Schlaraffenland zu sein🤪. Aufschnitt und Schinken in allen Variationen, verschiedener Käse und tausende anderer Produkte zu erschwinglichen Preisen. Wir haben in Zimbabwe und Mosambik zwar mehr erhalten als wir erwartet haben, aber dennoch sind es Welten zur Auswahl hier! Nach dem Einkauf im Spar geht es direkt in den Crazy Store. Ein Laden unter dem Motto: Dinge die die Welt nicht braucht😱. Obwohl wir eigentlich keinen Platz haben, kaufen wir ein paar Dinge, die die Welt nicht braucht, denn wir sind überzeugt, wir können sie gebrauchen🤩.

 

Von der Realität wieder eingeholt werden wir im Marloth Park, als wir auf dem Henk van Royeen Campingplatz ankommen. Vorbei sind die Zeiten mit einsamen Campingplätzen mit riesigen Stellplätzen. Hier sind die Plätze klein und bis auf einen Platz ist alles besetzt. Ab morgen sind sogar alle Plätze ausgebucht. Von überall werden wir beobachtet und gemustert. Der Kulturschock ist riesig. Wir wollen zuerst trotzdem eine Nacht verlängern, um in Ruhe Pläne für die nächsten Tage schmieden zu können. Als der Preis von CHF 17 auf CHF 34 fürs Wochenende steigt, winken wir ab🤔

 

Am späteren Nachmittag treffen unsere Hosts, Nicci & Keith ein. Sie haben uns auf den Platz eingeladen, denn in Südafrika bezahlt man meistens pro Platz. Je nach Platz darf man mit zwei bis vier Fahrzeugen stehen. So oder so steht auch ihnen der Schock über die vielen Leute ins Gesicht geschrieben. Immerhin sehen wir im Flussbett des Krokodile Rivers endlich wieder einmal ein paar Elefanten. Wir beschliessen im Restaurant zu speisen und geniessen danach die verbleibende Zeit am Lagerfeuer. 

 

Am 1. Oktober heisst es Adieu und hoffentlich bis bald! Nicci & Keith fahren nach Hause nach Johannesburg und wir wollen ausserhalb vom Kruger Nationalpark nördlich stechen. Die Chance im Park aktuell eine Unterkunft zu finden ist wegen der Ferienzeit etwa gleich gross, wie einen Sechser im Lotto😱.

 

Auf dem Weg Richtung Graskop entdecken wir auf unserer Karte ein Campingzeichen bei einem Gewässer. Wir biegen links ab und fahren zum Primkopdam. Die Camps erstrecken sich entlang des gesamten Ufers. Bis auf ein einzelnes Zelt scheint der Platz leer zu sein. Also fahren wir zum Hauptgebäude. Dort werden wir von einer Flodder-ähnlichen-Dame empfangen. Bis auf den Herrn mit dem Zelt seien wir die einzigen Gäste und dürfen stehen, wo wir wollen. Also installieren wir uns am Wasser in der Nähe zu den sanitären Installationen. Diese sind unerwartet sauber und auch der Platz ist schön. Leider spielt das Wetter nicht mit, sodass wir wegen des Regens schon kurz nach drei im Mojito Schutz suchen müssen.

Die Wetterprognosen sehen für die kommenden Tage nicht besser aus. Gute Neuigkeiten kommen von der Buchungsfront: Tanja hat es geschafft, ab dem 10. Oktober neun Nächte in Camps im Kruger zu reservieren😍. Bis dahin verbleiben acht Tage im Pumalanga Gebiet, entlang der Panorama-Route und dem Blyde Canyon (dem drittgrössten Canyon der Welt). Bevor wir die Sehenswürdigkeiten in Angriff nehmen, buchen wir uns für zwei Nächte im Hillwatering Country House in Sabie ein. 

 

Zuerst scheint der Entscheid falsch gewesen zu sein; der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Gegen drei Uhr wechselt die Stimmung schlagartig und es beginnt zu regnen. Kurz darauf zieht ein übles Gewitter auf und wir beobachten fasziniert am Abend die zahlreichen Gewitterzellen mit Blitzen. Als wir am 3. Oktober auf unsere Terrasse gehen ist es wie vorangekündigt; regnerisch und saukalt. Die Temperaturen sind über Nacht um über 10 Grad gesunken! Wir sind froh ein schönes, geräumiges und ultrasauberes Zimmer zu haben und geniessen das feine Frühstück. Unsere Gastgeber, Sherie & Brett sind sehr nett und bieten uns sogar kostenlosen Wäscheservice an. Den Tag verbringen wir im warmen Zimmer mit Bloggen, Reiseplanung und Hotel-Research. 

Das Hotelresearch führt uns am 4. Oktober in die Nähe von Graskop. Die tiefen Temperaturen und der Regen sollen anhalten, weshalb wir uns für die Thaba Tsweni Lodge entschieden haben. Lodge ist wohl etwas hoch gegriffen aber unser Appartment entspricht den Bildern: Extrem rustikal, aber grosszügig, sauber und sogar mit Cheminée. Wir geniessen den Rest des verregneten Tages drinnen vor dem lodernden Feuer. Das Wetter ist aktuell leider so schlecht, dass wir auf dem Weg hierhin nicht einmal die Sehenswürdigkeiten abklappern konnten.

Am 5. Oktober fahren wir weiter zum Blyde Canyon mit Stopp bei den Potholes. Die Potholes sind eindrücklich, auch wenn uns die ganze Aufmachung an Disney Land erinnert – aber wir sind nun einmal wieder in einer deutlich touristischeren Gegend als die Monate zuvor. Beim Blyde Canyon haben wir im A Forever Resort wegen dem Wetter statt einen Campground, ein Chalet gebucht – ein schlechter Entscheid wie sich bald herausstellen soll. Vorneweg das Positive: Das Resort ist als Ganzes betrachtet schön gestaltet und die Lage direkt am Canyon ist sensationell. Wir machen die Wanderung hinab in den Canyon und sind fasziniert von der einmaligen Landschaft.

Das Negative: Unser Chalet ist alt und muffig und die Betten sind klein und derart durchgelegen, dass wir zwei Nächste fast keinen Schlaf finden.😲

Nach dem bescheidenen A Forever Resort checken wir am 7. Oktober in der Ukuthula Bush Lodge in Hoedspruit ein. Die Lodge befindet sich in einem Private Reserve, wo Tiere frei herumlaufen können (einziger Trost: Elefanten, Nashörner und Löwen gibt es keine). Unser Bungalow ist ein Traum, und vor der Terrasse aus blicken wir in den Busch mit den Tieren🥰

 

Wir geniessen die zwei Nächte, essen sehr fein, wandern durchs Reserve und quatschen an der Bar bis spät in die Nacht mit Fabian, dem Eigentümer. 

Am 9. Oktober fahren wir Richtung Kruger Nationalpark. Ab morgen beginnen unsere neun Nächte im Nationalpark und so wollen wir heute beim Gate in Palaborwa alle Formalitäten erledigen, damit wir morgen keine Zeit verlieren. Bei der Rezeption kommt uns die glorreiche Idee zu fragen, ob nicht für heute etwas frei ist und siehe da; wir haben Glück! Also fahren wir bereits heute in den Park und haben statt zwei Nächte nun drei Nächte im Tsendze Rustic Camp.

 

Im Kruger werden die Camps nach Grösse und Infrastruktur unterschieden: Es gibt die grossen Camps mit Shops, Tankstelle und Wäscherei und die kleinen Camps mit Toiletten, Duschen und Trinkwasser. Das Tsendze Rustic Camp ist für die Südafrikaner ein Buschcamp – für uns hat es immer noch viel mehr Infrastruktur als wir bisher gewohnt sind. 

 

In der ersten Nacht müssen wir uns mit dem Grüezi-Platz Nr. 1 zufrieden geben. Der Platz scheint wohl eher als over-flow-Platz gebraucht zu werden. Er befindet sich im Sandwich zwischen dem Gate und der Strasse zu den Campgrounds Nr. 1-16. Egal, wir winken allen vorbeifahrenden Campern und sind froh, schon im Park zu sein. Zu schaffen macht uns einzig die Hitze! Um sechs Uhr ist es noch über 30 Grad und im Mojito zeigt das Thermometer 45 Grad an😱. Nicht unbedingt die Temperatur für garantiert guten Schlaf🤪. Gegen zwei Uhr morgens zieht der angekündigte Sturm auf. Wie vorhergesagt, fällt die Temperatur schlagartig um über 20 Grad. Statt Sonne & Hitze, haben wir jetzt Regen & Kälte.

 

Am nächsten Morgen ziehen wir bei kalten Temperaturen auf unseren Campground Nummer 3 um – Jackpot! Der Platz Nummer 3 ist angeblich und auch offensichtlich der beliebteste Platz; gross, schattige Bäume und direkt am Zaun – besser hätte es nicht sein können.

 

Danach geht’s auf Game Drive. Wir sehen Büffel, Elefanten, Giraffen, Kudus, Gnus und tausende Impalas – nur die Katzen wollen sich nicht zeigen. Das Wetter zeigt sich langsam wieder von seiner freundlicheren Seite; es ist immer noch kühl, aber immerhin hat es aufgehört zu regnen. In der Nacht hören wir endlich wieder einmal Löwengebrüll!

 

Der nächste Tag ist ein bisschen Copy-Paste vom Vortag. Es wird wärmer, der Regen hat aufgehört und auf dem Game Drive sehen wir viele Tiere, ausser Katzen. Am Abend hören wir wieder Löwengebrüll und erwachen beide um 1:30 Uhr als etwas beim Zaun vorbeiläuft. Bis wir realisieren, dass es ein Löwe ist, vergeht leider eine Minute und so macht er sich geschätzte 150 Meter weiter mit lautem Gebrüll bemerkbar. Hören statt sehen ist unser Motto🙈. Am Morgen zeugen die Abdrücke seiner Tatzen im Sand die Anwesenheit. 

 

Die kommenden Tage lassen sich wie folgt zusammenfassen: Wir verbringen zwei Nächte im grossen Camp Letaba, danach zwei Nächte im kleinen Balule Camp, eine Nacht im grossen Satara und dann zwei Nächte im grossen Lower Sabie Camp. Die kleinen Camps gefallen uns deutlich besser, aber sind leider auch viel früher ausgebucht. In Letaba stehen wir wieder direkt am Zaun und können zwei Nächte lang die Hyänen beobachten. In Balule haben wir unsere eigene Haus-Hyäne, denn die eine legt sich – sogar Tagsüber – laufend vor unserem Camp schlafen und scheint uns bewachen zu wollen. 

Die Temperaturen steigen von Tag zu Tag bis am 16. Oktober, als sie über 40 Grad erreichen. Ab dem 17. Oktober ist es wieder arschkalt – wir fühlen uns, als würden wir von der Sahara an den Nordpol katapultiert werden. Aber schlafen ist eindeutig einfacher bei kühleren Temperaturen.

Da Logbuch der Tiere präsentiert sich wie folgt:

 

9.10.: Nicht rapportiert, da Einfahrt in den Kruger

10.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus und tausende Impalas

11.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus und tausende Impalas; wo bleiben die Katzen

12.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus, tausende Impalas und Hyänen ums Camp; wo bleiben die Katzen

13.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus, tausende Impalas und Hyänen ums Camp; wo bleiben die Katzen

14.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus, tausende Impalas und Hyänen ums Camp; wo bleiben die Katzen

15.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus, tausende Impalas und endlich sehen wir acht Löwen – sechs sogar aus nächster Nähe

16.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus, tausende Impalas und aus weiter Ferne ein Leopard

17.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus, tausende Impalas und aus weiter Ferne zuerst eine Löwendame, dann noch eine Löwendame und drei Löwen beim Gnu-Schmaus

18.10: Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Kudus, Gnus und tausende Impalas – das Katzenglück hat uns leider wieder verlassen

 

Wasserböcke, Krokodile, Nyalas, Hippos und andere Tiere gingen in der obigen Aufzählung vergessen🙈🤣.

 

Für viele Südafrikaner scheinen wir jedoch noch spannender zu sein als die Katzen. Wir werden permanent angesprochen, Mojito wird tausend Mal fotografiert und der eine Herr steigt sogar im Busch beim Leoparden aus und winkt uns in eine andere Position, damit er ein besseres Foto von uns machen kann – unglaublich🤣🙈🤪!

 

Tipp für den Kruger NP (und diverse andere Parks): Wir haben für ZAR 5’100 (umgerechnet ca. CHF 330) eine Wildcard gelöst. Die Wildcard berechtigt uns zum kostenlosen Eintritt in unzählige Nationalparks! Im Kruger hätten wir alleine ZAR 8’480 Eintritt bezahlen müssen. Mit der Wildcard haben wir somit nur im Kruger sage und schreibe CHF 220 gespart (die Kosten für die Wildcard schon abgezogen!).

 

Fazit vom Kruger: Wir sind positiv überrascht. Natürlich ist es ohne Zaun, auf einsamen Camps und mit weniger Leuten viel spezieller – aber das wussten wir ja. Leider hast du uns die vielen Katzen-Sichtungen vorenthalten, aber vielleicht willst du ja einfach, dass wir bald wieder zurückkommen😉. Auch wenn du nicht an die Parks in Zimbabwe und Botswana herankommst, trotzdem danke lieber Kruger, wir hatten eine schöne Zeit!

Kaum zu glauben, aber unser Carnet de Passage läuft demnächst aus. Tom bestellt für uns beim ADAC ein neues Carnet. Fälschlicherweise wird es an Tanjas Adresse in der Schweiz gesendet, sodass Andrea (Tanjas Mutter) uns dies per Kurier zustellen muss – noch einmal herzlichen Dank Andrea😍!

 

Damit wir eine Postadresse haben, logieren wir ab dem 19. Oktober in der Kruger Riverside Loge – quasi direkt an der Grenze zum Krüger. Und noch viel wichtiger: Das Carnet ist heute, am 20. Oktober eingetroffen! …zwar mit fünf Tagen Verspätung, aber wir sind ja auch erst gestern angekommen😲🤓.

Heute ist für uns ein kleiner D-Day! Wir wollen das Carnet erneuern, ohne die Grenze zu überqueren. Also machen wir uns gegen neun Uhr auf zur Grenze ; vorbei an der 16 Kilometer langen Schlange der wartenden Lastwagen – erneut denken wir: Die armen Schweine! Als wir beim Grenzübergang ankommen und parkieren wollen, weist uns der grimmige Polizist auf das Parkverbotsfeld direkt vor dem Zoll ein. Ich frage ihn, ob es ein Schertz ist und er mir gleich eine Busse geben will. Immer noch grimmig, verneint er und meint, dass er ja der Einzige sei, der mir eine Busse geben könnte. Egal, wir parkieren dort, machen uns auf ins Büro und sind sogar allein dort. 

 

Den Beamten kennen wir! Es war der grimmige Herr bei unserer Einreise, welcher keine Ahnung hatte vom Carnet hatte, aber doch uns gegenüber recht freundlich war. Wir sagen ihm, dass wir ihn doch kennen und er meint, dass dies nicht sein könne. Eine Ahnung vom Carnet hat er immernoch nicht, aber er nimmt diesmal stolz die Carnet-Bücher zur Hand und ruft seine Cheffin. Diese ist offenbar auf Zack und meint, dass wir eigentlich die Grenze überqueren müssen. Nach einer Minute Honig ums Maul schmieren, gibt sie das Kommando, dass er uns aus- und wieder eintragen kann. Krass! Nach rund einer Viertelstunde stehen wir mit altem ausgestempeltem und neuem eingestempeltem Carnet draussen – besser hätte es definitiv nicht laufen können!

 

Den Rest des Tages geniessen wir im Hotel und machen uns bei brütender Hitze um 11:30 Uhr auf unseren siebeneinhalb Kilometer langen Fussmarsch entlang des Kruger-Zauns. Wir sehen zwar fast mehr als im Kruger aber kämpfen mit der Hitze auf dem Rückweg – Afrika Anfängerfehler halt🙈🤣🤣.

Und hier ein paar Bilder aus dem Kruger Nationalpark

Special: Sensationeller Steinmännchen-Bauer

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Karin Renidear Portmann
Karin Renidear Portmann
3 years ago

Hallo ihr 2, vielen Dank für den spannende Blogg. Toll geschrieben und wunderschöne Bilder. Geniesst es!

Liebe Grüsse aus Schweiz

Karin

Ruedi Leu
Ruedi Leu
3 years ago

Danke für die interessanten Beschreibungen. Spannend zu lesen, man kann sich vorstellen, wie das zum Beispiel am Grenzübertritt so aussieht.

Joss Sandro
3 years ago

Hallo ihr beiden
Wir lesen immer wieder gerne Eure Berichte. Sehr amüsant.
Unsere Reise auf die arabische Halbinsel startet demnächst. Wegen Covid starten wir in Jordanien und verschiffen daher das Auto im November in Bremerhafen.
Liebe Grüsse Sandro und Bea

Ursi
Ursi
3 years ago

Eindrückliche Erlebnisse mit schönen Bildern. Königliche Tierwelt, mega.🐾😀