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Blog Nr. 3: Viel Zeit ist vergangen – ein Zwischenbericht;-)

Für die Kurzleser:

26.7.20 Es ist zu nett hier, sodass wir noch auf dem Argegna Camping geblieben sind; 27.7. geht es weiter hinauf in die Berge und wir enden auf einem enorm speziellen Campingplatz mit Pferd & Hund; 29.7. Hexenschuss bei Tanja hat uns die Entscheidung vom Wandern genommen, stattdessen entscheiden wir uns für das Weingut La Cantina del Vino mit viel Wine & Dine; 1.8. Strandferien und Wiedersehen mit Georg & Kinder (& später auch Martina) in Forte dei Marmi; 7.8. Aufbruch Richtung Norden mit Halt in Mugello wo der Plan geschmiedet wurde, Mameli zu ihrem 75igsten Geburi in Bregenz zu überraschen; 9.8. spektakuläre Übernachtung im Weingut Le Colline di Vitacchio; 10.8. Kaltersee;11.8. Freecamping bei Ladis (A); 14.8. nette zwei Campingtage auf dem Waldcamping Feldkirch; 16.8. Geburifeier mit Mameli in Bregenz

Für diejenigen mit etwas mehr Zeit:

26. Juli 2020 und es geht doch nicht weiter. Wir haben bisher noch nie so nette Betreiber eines Camping Platzes kennengelernt, sodass wir spontan noch auf dem Argegna Camping bleiben. Die Tageswanderung ist wieder mehr Mittel zum Zweck aber dennoch ganz in Ordnung. Während der Campingplatz von Samstag bis Sonntag Morgen sehr gut besucht war, stehen wir nun bald wieder alleine (die meisten Besucher waren Italiener aus der Region Lucca). 

27. Juli 2020 machen wir uns nach einer herzlichen Verabschiedung mit gratis Kaffee weiter auf den Weg. Als Ziel haben wir uns das Refugio Isera Orechialla gesetzt, welches hätte (ja hätte) als Ausgangspunkt für unsere tolle Höhenwanderung dienen sollen. Als wir dort ankamen, war der schöne Campground leider mit Pflanzenbeeten versperrt – campen ist nur mit Zelten gestattet und Fahrzeuge müssen draussen bleiben. Mojito können wir ja unmöglich über Nacht alleine lassen und da alle unsere Versuche den Chef zu überzeugen, dass unser Weggefährte eher ein Zelt als ein Wohnmobil ist, fehlgeschlagen sind, machten wir uns auf den Weg nach einer «neuen» Bleibe. Irgendwo haben wir dann eine Tafel mit einem Camper gesehen und folgten dieser. Geendet hat dieser Trip bei einem äähh «Campingplatz» mit freilaufendem Pferd, Hund sowie Ehepaar mit vier Kindern – irgendetwas zwischen Campingplatz und Freistehen. Nett und hilfsbereit waren die beiden, leider hatten sie es weniger mit der Sauberkeit. Nichts desto trotz blieben wir, hatten jedoch aufgrund fehlendem 4, 3, 2 oder gar 1G Empfang keine Ahnung wo wir genau waren. So war dann auch unsere geplante Wanderung nicht mehr möglich, jedoch hat sich unser Host bei Ankunft als 1A Wander-Guide aufgedrängt.

 

Den Abend genossen wir einsam auf «unserer» Wiese bei Mojito mit sensationellem Essen (dank Tanja) und traumhaften Sternenhimmel (aus unserem Mojito, da wir bereits früher ins Bett gingen;-). Am Morgen fragten wir unseren Host, wie wir nun am besten auf den Berg kommen. Die Antwort war in Etwas so; äääh youuää goäää first älong sä littlä striit änd if iu kross säää sekänd riivär, ähh weit first, sekond, thörd, hmm no thörd ähhh nou ähh sekänd river, dän youää törn reit, ääähh left nouuu äähh reit. Weit, först, hmm sekänd ähhh thörd nou ähhh sekönd riiver is reit. Först ei sink no water but sekänd riivär is with water. Ten after sekänd riivär yiu tönr reigt änd follow sä striit. Ahh befor ähhh to kom to sä riifers alweis go steit bikos tei ar ähh alsouu läft änd reit striits – oukei? Aftär törn reit iu go up änd if iu kom to te hausä, sä weit hausä, tän gou left ähhh nou reit – okei? Mehr wollen wir Euch ersparen, aber es muss wohl nicht ausgesprochen werden, dass wir nicht wirklich eine grosse Ahnung hatten, wo genau der Weg hingeht. Schlussendlich sind wir losmarschiert und haben die Verzweigung gefunden. Danach liefen wir in Richtung einer Hütte und kehrten wieder um, da der Pfad immer unwegsamer wurde. Nach über neun gelaufenen Kilometern entschieden wir uns, dass der Point of no return gekommen ist und haben umgedreht. Schlussendlich waren wir rund 16 Kilometer unterwegs. Vom ganzen Aufenthalt ist uns aber eine Aussage des Chefs hängen geblieben; als wir vom Abwasch wieder zurück zu Mojito laufen wollten, kam er mit dem Auto und fragte «did ju sii sä horse» – offenbar hat das Pferd das Weite gesucht (wurde aber wieder gefunden, wie wir am nächsten Morgen feststellen konnten).

Vom 29. Juli – 1. August 2020 haben wir uns entschlossen, unser extrem krass brutal mega strenges Leben etwas zu entschleunigen und machten deshalb einen Stopp auf dem Weingut La Cantina del Vino bei Barga (https://www.lacantinadelvinobarga.com/gb/). Wir würden an dieser Stelle gerne von ausgedehnten Wanderungen und stundenlangen Museumsbesuchen erzählen; die Wahrheit ist aber, dass wir zwar zwei Tage intensiv in Barga auf Entdeckungstour gingen, schlussendlich die Tage aber mit Vine & Dine zusammengefasst werden können. Das Highlight war sicher das Vine-Tasting am zweiten Abend. Zum Start gab es für uns eine erstklassige Flasche Weisswein. Als wir rund ein Drittel getrunken hatten und wir uns immer wieder fragten, ob wir die Flasche mit den anderen Personen teilen müssen, gabs dann noch ¼ von einem anderen Weisswein, danach ein Halbeli Roten und schlussendlich karaffierte die Chefin für uns noch eine Flasche vom Stolz des Hauses – diese war dann klar nur für uns gedacht. Begleitet wurde das Gelage durch unzählige feine Speisen und alle die sich vielleicht fragen, ob wir an diesem Abend genug gegessen und getrunken haben – ja, das haben wir;-) und nein, es war kein Tag zum Abnehmen… Ahh und ja, den Rest der Weissweinflasche durften wir noch mitnehmen für den nächsten Tag.

Am 1. August 2020 wollten wir eigentlich Richtung Norden düsen, da in Italien bald die Ferragosto beginnen und es dann trotz oder gerade wegen Corona ziemlich überlaufen werden kann. Kurz nach Abfahrt hat uns jedoch eine Nachricht von Georg (der Rosenheimer) erreicht, dass er nun in der Nähe von Lucca sei und so hatten wir plötzlich ein anderes Ziel – Forte dei Marmi. Vom 1. bis 7. August verbrachten wir die Zeit zuerst mit Georg und seinen Kindern und die Tage darauf zusätzlich mit Martina und natürlich mit Sascha alias Wendler, Anne & Kinder. Wir verbrachten schöne Tage am Strand in toller Gesellschaft und genossen das Meer und die Sonne (Cello den Schatten). Einmal mehr einen herzlichen Dank an Georg und Martina für die schöne Zeit (sowie Valentina und Polly, dass wir in eurem Zimmer schlafen durften). 

Am 7. August fuhren wir Richtung Norden mit Stopp für zwei Tage in der Nähe von Mugello. Da Cellos Mameli bald einen speziellen Geburtstag hat, reifte hier – in Absprache mit seinem Schwesterherzchen – die Idee, dass wir uns doch irgendwo treffen könnten. Da mit Mojito die Schweiz ja Sperrgebiet ist, haben wir uns auf Bregenz geeinigt. Aber dazu später mehr – nun geht’s zurück nach Mugello: Das Städtchen San Piero a Sieve ist ganz herzig und wir hatten einen lustigen Abend in der Osteria di San Piero, da wir weder das Konzept noch eine einzige Speise auf der Karte verstanden. Zum Glück gibt es Google translate, denn sonst hätte Tanja wahrscheinlich die Spezialität mit Innereien Allerlei bestellt. Auf dem Campingplatz hatten wir leider am Morgen ein weniger erfreuliches Erlebnis, denn von unserer Nachbarsgruppe mit drei Anhängern waren zwei zu faul um zum 20 Meter entfernten Chemieklo zu gehen und schütteten den Inhalt einfach drei Meter neben uns hinter die Bäume – das war bisher das Übelste, was wir erlebt haben. 

Nach diesem Schock wollten wir der Menschenmenge vorerst entfliegen und fanden auf Park4Nights ein kleines Weingut namens Le Colline di Vitacchio wo man angeblich mit dem Camper übernachten durfte. Da der 9. August ein Sonntag war, haben vorgängig per Mail angefragt. Die Antwort war herzlich, aber offensichtlich von Italienisch via Google auf Englisch übersetzt. Als wir auf dem Hof vor dem Gebäude parkten, schaute eine ältere Dame aus dem Haus und verschwand dann schnell wieder. Wir stiegen aus Mojito aus und bewegten uns etwas unbeholfen auf dem Gelände, da wir nicht genau wussten, ob wir nun am richtig Ort sind. Nach einiger Zeit erschien die ältere Dame wieder und es wurde klar, dass Italienisch und Händisch die einzigen Verständigungsarten sind. Das einzige was wir verstanden hatten, war caldo, was sie ungefähr 20 Mal gesagt hat und ja, es war abartig heiss und Mojito stand in der prallen Sonne (was wir noch vergessen haben zu schreiben, ein paar Tage zuvor stieg unser Kühlschrank aus, respektive hatte jeden Abend zwischen 10 und 15 Grad und lief dann jeweils die ganze Nacht durch auf Hochtouren – die pralle Sonne und gefühlte 57 Grad machte die Situation sicher nicht besser). Die Dame des Hauses erkannte unser Problem, sodass wir direkt in die Vorhalle fahren durften –Mojito im Weinfesthimmel. Am Abend kam dann auch noch der Chefe zurück und los ging es mit dem Weintasting. Wir vis-a-vis vom herzigen älteren Paar, welches wirklich und auch verständlicherweise nullkommanull Englisch konnte. Somit war weiter Händisch angebracht, doch irgendwie funktionierte die Verständigung, auch wenn es manchmal etwas länger dauerte;-). Und es kam wie es kommen musste, der Abend ging für alle Sensationell aus; wir hatten 13 neue Flaschen Wein an Board und unsere Gastgeber schienen auch ganz glücklich zu sein. Am nächsten Morgen zeigte und dann der Chefe noch stolz den Weinkeller und seine Salamiproduktion.

Die folgenden Tage waren geprägt von der Fahrt Richtung Bregenz. So haben wir noch einen Zwischenstopp auf einem Camping am Kalterersee (10.8.) gemacht, gefolgt von einer schönen Freecamping-Nacht oberhalb von Ladis (11.8.). Anschliessend noch eine Nacht in Braz (12.8.) und dann zwei Nächte auf dem Waldcamping-Platz in Feldkirch mit ausgesprochen freundlichem Personal (13. – 15.8.).

Frühmorgens am 15. August fuhren wir nach Bregenz und hatten Glück, dass wir für Mojito einen guten Parkplatz auf dem Hotelgelände finden konnten. Kurz darauf traf «sä Reinhard Fämily» ein. Die Überraschung war offensichtlich gelungen, denn Mameli hatte Tränen in den Augen als sie (endlich) realisierte was los war und wir auch vor Ort sind. Den Nachmittag verbrachten wir mit feinem Essen, einer Schifffahrt und noch feinerem Essen am Abend – ein traumhafter genussvoller Tag und mit viel Freude und super tollen Momenten – war wirklich wunderschön, Euch wieder einmal gesehen zu haben;-).

Ach ja, Nicole war noch Überbringerin all der Tools, welche Cello zu ihr bestellt hat; wie:

 

Feldstecher, Überwachungskamera mit Solarpanel, Garmin-Uhr, Kleiderbügel, 3 Mini- und ein grösserer Ventilator, DDR-Selbstschussanlage, Kleber mit Schweizerkreuz und Nachtsichtgerät – nein, ist natürlich nur ein Witz. Selbstverständlich haben wir nicht alles bestellt, respektive konnte Cello kein gutes Angebot für eine DDR Selbstschussanlage finden;-)

Und noch ein paar Specials:

Tanzbär Cello

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Ursi
Ursi
4 years ago

Die schöne Zeit in Bregenz hat mich mit euren Worten und Bilder erneut bewegt.
Nochmals herzlichen Dank für dieses Erlebnis🥰