You are currently viewing Transitreport von Kroatien bis Tschechien (Blog 57)
Mojito neben Nicole & Köbi's Zuhause

Transitreport von Kroatien bis Tschechien (Blog 57)

Ein paar Tage in Kroatien, kurz in Slowenien und mehr oder weniger Vollgas durch Österreich und Tschechien

Für unsere Leser mit etwas wenig Zeit:

 

Kroatien: 3.6. Über die Grenze bis Molunat in Kroatien; 4.6. Via Ston (mit seinen gigantischen Festungsmauern) nach Orebic; 5. – 8.6. Erholsame Schlemmertage in Sibenik & Abschied von Nicole & Köbi; 8.6. Alleine geht’s weiter bis Tribanj; 9.6. Rückkehr ins Camp Ujca – hier waren wir schon auf unserer Testreise im Jahre 2019; 

Slowenien: 10.6. Wiedersehen mit Martin und seiner Tochter im Hippy-Camp von Vili; 11. – 14.6. Rückkehr ins Kamp Soca Bostjan – auch hier waren wir im Jahre 2019 bereits einmal; 

Österreich: 14.6. Via Kranjska Gora nach Österreich auf den Bauern-Campingplatz «Nagelerhof» mit seiner miesgelaunten Bäuerin; 15.6. Gratis Camping neben dem Gasthof Holzing – dafür hauen wir im Gasthof ordentlich rein! 

Tschechien: 16.6. Camping direkt an der Moldau in der Nähe von Krumnau (Cesky Krumlov) – leider spielt das Wetter nicht ganz mit; 17.6. Der krönende Abschluss: Camping & Fine Dining im Restaurant Hospudka U Stepana

Für diejenigen mit etwas mehr Zeit:

 

Unser Tagebuch schreibt den 3. Juni 2023; für uns heisst es Tschüss Montenegro, Hallo Kroatien! Im September 2019 waren wir schon hier auf Testreise. Und von Kroatien hat Mojito auch seine unübersehbare Schramme😱! …oder besser gesagt, von einer Fähre in Kroatien – aber das ist eine andere schmerzhafte Geschichte🙈.

 

Und selbst heute bringt uns die Fähre kein Glück! Auf der montenegrinischen Seite wollen wir mit dem Schiff einen Meeresarm überqueren. Statt der von Google veranschlagten acht Minuten, warten wir bei strömendem Regen, Blitz und Donner über zweieinhalb Stunden, bis wir an der Reihe sind – immerhin kommen wir dieses Mal ohne Schramme davon🙈🤣!

 

Kurz danach geht’s problemlos über die Grenze Montenegro/Kroatien. Am Meer im Dörfchen Molunat lassen wir uns auf dem Campingplatz Adriatic nieder und schlemmen im benachbarten Restaurant.

Die Ortschaft Ston auf der Halbinsel Pelješac ist unser erstes Ziel am 4. Juni. Ston ist bekannt für seine gigantische Mauer. Die Befestigungen um die Stadt kontrollierten einst den Zugang zum Pelješac. Nachdem wir die Burg in Ston besichtigt haben, lassen wir uns einen ausgedehnten Spaziergang auf dem Mauerwerk nicht entgehen. Der Zeitpunkt ist optimal: Zwölf Uhr – die Sonne brennt gnadenlos🙈🤣

Als wir weiter Richtung Orebic fahren, passiert das Unfassbare: Köbi hat keinen Diesel mehr😱. Schon als wir in Ston losfahren, wundern wir uns über Köbis Fahrstil. Normalerweise fährt Köbi zügig, doch heute fährt er irgendwie komisch. 

 

Lustigerweise hat Tanja mich am Morgen gefragt, wie gross eigentlich Köbis Tank sei, denn der letzte Tankstopp ist schon lange her. Ich tippe auf 90 Liter uns sage, dass Köbi den Tankinhalt sicher im Griff hat🤓.

 

Als er dann nach dreissig Kilometern am Strassenrand anhält und uns mitteilt, dass er keinen Diesel mehr hat, lache ich. Was für ein Witz! Das kann allen passieren, aber doch nicht Köbi🤣! …doch es ist kein Witz🫣

 

Zuerst versuchen wir Diesel von Mojitos Tank abzupumpen. Leider ist unser Schlauch derart gekringelt, dass er nicht in den Diesel eintaucht. Also fahren Tanja & ich los, um bei der nächsten Tankstelle einen Kanister mit Diesel zu kaufen. Glücklicherweise ist die nächste Tankstelle nur zwei Kilometer entfernt. Kanister kaufen, Kanister füllen, zurück zu Nicole & Köbi, Wohnmobil tanken und ab zur Tankstelle für die Vollbetankung. …leider waren wir wieder einmal zu doof, um von diesem einmaligen Ereignis Fotos zu machen😲.

 

Nach der gelungenen Wohnmobil-Recovery-Aktion fahren wir bis Orebic. Die zwei präferierten Campingplätze sind bereits vollständig ausgebucht – die Hochsaison hält offenbar bereits Einzug. Im kleinen Camp Glavna Plaza, quasi im Garten einer Dame, finden wir noch zwei Plätze, geniessen den Abend und sensationelles Essen in der benachbarten Konoba Andiamo. 

Am 5. Juni fahren wir nach Sibenik. Auf dem grossen Campingplatz Amadria Park (ehemals Camping Solaris), verbringen wir drei wundervolle Tage mit Kartenspielen, das Leben geniessen und uns am Abend im Restaurant Gastro Italiano verwöhnen zu lassen😍

Der 8. Juni ist Tag des Abschieds😢. Während Nicole & Köbi heute Richtung Schweiz fahren und Italien als Zwischenziel haben, ist unser Ziel der 111 Kilometer entfernte kleine Campground des Restaurants Ante. …und wenn wir schon neben einem tollen Restaurant stehen, verpflegen wir uns hier natürlich auch😎

Der Stellplatz vom Restaurant Ante liegt zwar direkt am Meer, jedoch auch direkt an der Hauptstrasse. Es war schön hier, doch eine Nacht reicht vollkommen. Und so fahren wir am 9. Juni weiter die Küste hoch bis uns die Gegend vertraut erscheint. 

 

Diese eindrückliche Küstenstrasse sind wir im Jahre 2019 auf unserer Mojito-Testreise bereits einmal gefahren. Irgendwann liegt das Camp Ujca, wo wir im 2019 unsere erste Nacht in Kroatien verbracht haben, vor uns. Spontan entscheiden wir uns für einen nostalgischen Stopp. Das Camp liegt links von der Hauptstrasse in einer kleinen Bucht rund fünfzig Meter unterhalb der Strasse. Wir fahren rechts ab. Danach führt eine steile Strasse bis zum engen Tunnel. Maximal 2.5 Meter Breit und 2.8 Meter hoch darf man sein. Wir sind zwar knapp über 2.8 Meter hoch, wissen vom letzten Mal aber, dass wir durchpassen🧐

 

Obwohl das Camp Ujca schon gut gebucht ist, ergattern wir einen der wenigen Plätze direkt am Meer. Schnell freunden wir uns mit den Nachbarn an, allen voran Martin und seiner Tochter. Gemeinsam geniessen wir den Nachmittag & Abend am Strand.

Heute steht wieder einmal ein Grenzübertritt bevor; mit dem kleinen Unterschied, dass wir jetzt in der Europäischen Union sind und einfach durchfahren können. Nachdem wir am 10. Juni die restlichen hundert Kilometer in Kroatien abgespult haben, erreichen wir die Grenze zu Slowenien und fahren weitere hundertzwanzig Kilometer bis zum Vili’s Camp bei Tolmin. 

 

Martin hat uns am Vorabend dieses Hippy Camp empfohlen. Der Eigentümer Vili soll eine äusserst exzentrische Person sein. Die Kommentare auf IOverlander weisen ebenfalls in diese Richtung. Als wir am Nachmittag ankommen, schläft Vili noch. Zwei Stunden später kommen Martin und seine Tochter im Camp an und kurz darauf lernen wir auch Vili kennen. Und ja, Martin hat uns nicht zu viel versprochen: Vili hasst Kinder, betitelt jeden als Fucker oder Motherfucker und erzählt uns innert kürzester Zeit die wildesten Geschichten. Uns ist dieser komische Typ und sein Hippy-Style-Camp auf Anhieb sympathisch🙈.

 

Nach dem leckeren Nachtessen bei Vili, macht Martin für uns am Ufer der Soca ein Feuer. Den Rest des Abends geniessen wir bei tollen Gesprächen ums Lagerfeuer.

Am nächsten Morgen beschliessen wir weiterzufahren. Unser heutiges Ziel ist das Kamp Soca Bostjan. Im Kamp Soca Bostjan waren wir ebenfalls auf unserer Testreise im Jahre 2019. Das Camp liegt direkt an der Soca, hat ein kleines Restaurant und ist ein optimaler Ausgangspunkt für traumhafte Wanderungen entlang der Soca. 

 

Beim letzten Mal waren wir fast alleine im Camp, aktuell ist es ordentlich voll! Statt Freizeit geniessen, heisst es aktuell arbeiten: Während Tanja Wäsche wascht, bin ich mit dem Blog beschäftigt. Schlussendlich bleiben wir drei Nächte. 

Via Kranjska Gora fahren wir am 14. Juni Richtung Österreich, ab über die Grenze und in Österreich bis Ziebl in der Nähe von Spittal an der Dau – falls das jemand kennen sollte🙈🤣. Der Bauernhof «Nagelerhof» ist unser Ziel. Der Nagelerhof geniesst auf Park4night beste Ratings. Als wir ankommen ist ein einziger Campground besetzt. An der Informationswand entdecken wir den Aushang mit dem Ankunftsprozedere; wir sollen uns einen Platz aussuchen und um sechs Uhr abends zum Check-in erscheinen. 

 

Geschrieben, getan: Wir parkieren Mojito an einem schönen Ort. Doch bevor wir aussteigen können, rennt uns die alte Bäuerin entgegen und scheisst uns volle Kanne zusammen: «Das sei hier reserviert!»

 

Wir verweisen auf ihre Informationswand, was bei ihr auf wenig Interesse stösst. Schlussendlich räumen wir unseren Platz für einen Camper, welcher ebenfalls keine Reservation hat – verstehen tun wir’s nicht, aber egal😒.

 

Immerhin erhalten wir nette Nachbarn und von denen sogar noch ein köstliches deutsches Bier geschenkt!🤩

Überflüssig ist es wohl zu schreiben, dass uns auf dem Nagelerhof nichts hält🫣. Und so fahren wir am 15. Juni weiter zum Gasthof Holzing bei Dürndorf; hier soll man gratis übernachten dürfen, wenn man im Gasthof «etwas» konsumiert. …und wenn wir etwas können, dann ist es konsumieren!🙈🤣

 

Nach einer freundlichen Begrüssung parkieren wir Mojito an der zugewiesenen Stelle und machen es uns im Garten der Gastwirtschaft gemütlich – Gastfreundschaft, Getränke und die Speisen sind phänomenal🤩!

Da nicht einmal wir auf die Idee kommen, frühmorgens in der Gastwirtschaft einzukehren, düsen wir am 16. Juni weiter und verlassen Österreich. Optimal wäre die Grenze zu Deutschland. Aufgrund Mojito’s seit zwei Jahren abgelaufenem TÜV entscheiden wir uns jedoch für die Grenze zu Tschechien. Aus der Tschechischen Republik berechnen wir die kürzeste Distanz bis zu unserem Fahrzeugbauer Tom.

 

Bezüglich abgelaufenem TÜV gehen die Meinungen diametral auseinander: Während gewisse Leute sagen, dass wir auf dem Weg zum TÜV problemlos durch ganz Deutschland fahren dürfen, vertreten andere die Meinung, dass Mojito sofort stillgelegt würde, wenn uns die Polizei anhält. Das einzige was wir wissen; wir wollen nicht herausfinden wer recht hat!

 

Und so stoppen wir als erstes beim Camping Paradijs in der Nähe der bekannten Stadt Cesky Krumlov. Unser Nachlager liegt direkt an der Moldau – leider zeigt sich das Wetter regnerisch.

Um die Rückreise zu versüssen, entscheiden wir uns am 17. Juni für einen Besuch im Restaurant Hospudka U Stepana. Gemäss Rezessionen hat der Küchenchef beim tschechischen Kochwettbewerb «The Taste» gewonnen und bietet in seinem Restaurant Fine Dining an.

 

Wir campen auf der hauseigenen Wiese und geniessen kurz darauf im Restaurant die exquisiten Speisen & passenden Getränke.

Special: Unsere damalige Mojito-Schrammen-Nachricht an Freunde

5 4 votes
Article Rating
Abonnieren
Informiert über
guest
0 Comments
älteste
neueste meist bewertet
Inline Feedbacks
View all comments